Erstellt am 03. April 2013, 00:00

Grundloser Wirbel?. UFC-Anlage / Grundstücksbesitzer, ÖVP-Mann Wagner, lässt geplanten Pachtvertrag platzen. Fläche muss nun gekauft werden.

Verzögerung. Schon im November wollte der UFC mit dem Neubau beginnen. Jetzt verzögert eine Diskussion um das Grundstück den Zeitplan weiter.  |  NOEN
Von Bettina Eder

EISENSTADT / Heftige – größtenteils ÖVP-parteiinterne – Diskussionen gibt‘s derzeit laut FPÖ-Chef Géza Molnár um den Bau des UFC-Fußballplatzes. Der geplante und angeblich bereits besiegelte Pachtvertrag zwischen Grundstückseigentümer Hans Wagner, der Stadt und dem UFC St. Georgen soll geplatzt sein. Das Grundstück, auf dem zwei Trainingsplätze geplant sind und auch schon Arbeiten durch den UFC durchgeführt wurden, muss nun von der der Stadtgemeinde gekauft werden.

Brisant dabei: Wagner ist ÖVP Gemeinderat, Bauausschuss-Obmann und war in das Projekt auch als St. Georgener eingebunden. Molnárs Vermutung: „Es sieht so aus, als hätte er nur auf den Zeitpunkt gewartet, an dem ohne sein Grundstück nichts mehr geht, um dann aus finanziellen Interessen einen Ankauf durch die Stadtgemeinde zu erreichen.“ Kritik kommt auch von den Grünen. Sprecherin Yasmin Dragschitz wundert sich: „Wie weit ist es mit der ÖVP gekommen, wenn man sich auf die Handschlagqualität der eigenen Leute nicht mehr verlassen kann?“

Kein Verständnis für die Aufregung hat VP-Vizebürgermeister Josef Mayer, selbst Ehrenobmann des Vereines und Sportreferent im Gemeinderat. Er bestätigt den Grundstücksankauf, sieht aber hinter der FPÖ-Attacke ein „gewohnt durchsichtiges parteipolitisches Manöver der Blauen: „Die FPÖ versucht wieder einmal Verwirrung und Unsicherheit zu stiften. Von einer Gefährdung des Projekts kann überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil: Grundstücksankäufe schaffen größere Sicherheit als Pachtverträge.“

UFC: „Geht von  unserem Geld weg“

Der UFC hält sich in der Causa bedeckt und will zu den Kaufverhandlungen selbst nichts sagen. Obmann Erwin Nemeth dazu: „Wir haben noch nichts Schriftliches.“ Fest steht: Der UFC müsste jetzt noch mehr Geld auftreiben, denn „der Kaufbetrag geht von unserer von der Gemeinde zugesicherten Förderung ab.“

Derweil wird – unabhängig davon, wie betont wird – umgeplant. Nemeth: „Die Ausführungsvarianten werden überarbeitet.“

Spatenstich bzw. Beginn der Bauarbeiten wird laut UFC frühestens in der Spielpause im Juli sein – „sofern dann alle Genehmigungen da sind.“