Erstellt am 08. November 2014, 10:13

von APA/Red

Verdächtiger will Opfer entschädigen. Nach dem ein 13-jähriges Mädchen an Halloween von einem Mann in Großhöflein beim Spazieren mit Freunden angeschossen worden ist, hat der mutmaßliche Schütze nun eine Entschädigung für das Opfer angekündigt.

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Laut einem "Kurier"-Bericht von Samstag, wollen die Verteidiger einen Brief an die Mutter des Mädchens schicken und ihr darin ein "erstes vorläufiges finanzielles Angebot unterbreiten.

Die Rechtsvertreter des 32-jährigen Verdächtigen sollen am Freitag mitgeteilt haben, dass der Burgenländer und dessen Familie die junge Eisenstädterin "großzügig entschädigen" wollen. Summen wollten die Anwälte nicht nennen.

Am Donnerstagabend fand in Großhöflein ein Lokalaugenschein zur Rekonstruktion der Tat statt, bestätigte auch Staatsanwalts-Sprecher Roland Koch. Nun seien laut dem Bericht Gutachter – u.a. ein Schießsachverständiger am Zug. Die Gutachten dürften jedoch nicht vor Mitte Dezember vorliegen.

Täter wollte niemanden verletzen

Christian Supper, der Anwalt des Verdächtigen, erklärte am Freitag, dass sein Mandant wisse, dass er "leichtsinnig" gehandelt habe, in dem er Schießübungen in verbautem Gebiet gemacht habe. Laut einem Bericht sei aus dem Umfeld der Brüder – auch der Halbbruder soll an der Aktion beteiligt gewesen sein – zu hören gewesen, dass sie im angetrunkenen Zustand die Kinder hätten erschrecken, aber keinesfalls jemanden verletzen wollten.

Der Verdächtige befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Gegen einen zweiten Beschuldigten wird u.a. wegen dem Waffenbesitz ermittelt. Als Schütze komme diese zweite Person jedoch nicht infrage, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Hier die gesamte Vorgeschichte: