Erstellt am 31. Juli 2013, 00:00

„Hatte großes Glück“. Unfall / Relativ glimpflich ging der Absturz des 64-jährigen Paragleiters aus. Er knackste sich einen Wirbel an und muss sich schonen.

 |  NOEN
Von Doris Fischer

MÜLLENDORF / Frei, wie ein Vogel – dieses Gefühl wird der 64-jährige Klaus Haider in den nächsten Wochen vermissen müssen. Aufgrund von Turbulenzen stürzte er am vergangenen Donnerstag mit seinem Gleitschirm in der Hohen Wand ab. „Das Ganze hätte auch schlecht ausgehen können,“ ist sich der Sportler sicher, dessen Unfall auch hätte tödlich sein können. Mit dem Notarzthubschrauber ging es nach der Bergung ins Landesklinikum Wiener Neustadt.

Erfahrener Paragleiter geriet in Turbulenzen 

Ein Wirbel ist angebrochen. Sechswöchige Schonung steht ihm bevor. „Jetzt steht die Genesung im Vordergrund“, lässt Klaus Haider wissen. Montagnachmittag – nur wenige Tage nach seinem Unfall – konnte er das Spital wieder selbst verlassen. „Ich hatte großes Glück. Man denkt sich, der Unfall passiert nur dem anderen, aber nicht mir“, kann der Sportler, der seit über zwölf Jahren aktiv ist und über 1000 Flüge absolviert hat, schon lächeln. Verdauen muss er erst einmal die Ereignisse der Vorwoche. Auf Höhe Skywalk dürfte er in Turbulenzen geraten sein, der Schirm wurde vollständig zerstört und er prallte auf einen Felsvorsprung auf. Der am Rücken befestigte Airbag dürfte dem Müllendorfer schließlich das Leben gerettet haben.

Sechs Wochen lang muss sich Klaus Haider schonen und darf nicht schwer heben. Ob er danach wieder fliegen wird, darüber hat er sich noch keine Gedanken gemacht. Ins Schwärmen kommt er jedoch, wenn er über seine Touren in Italien oder Griechenland erzählt.