Erstellt am 07. Januar 2016, 04:18

von Alina Marzi

Heilige Könige waren unterwegs. Von 2. bis 6. Jänner sammelten in Eisenstadt Kinder für Hilfsprojekte.

Sternsinger. Vergangenen Samstag versammelten sich rund 40 Kinder im Dompfarrzentrum, um noch einmal gemeinsam mit Pater Erich Bernhard die Sprüche der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar zu üben. Danach starteten die Sternsinger, aufgeteilt auf sieben Gruppen, mit ihren Begleitpersonen ihre Mission. Zu Mittag traf man sich wieder, um gemeinsam Pizza zu essen und sich für den Nachmittag zu stärken. Fotos: Alina Marzi  |  NOEN, Sigrid Janisch
Rund 100 Kinder waren in den vergangenen Tagen in Eisenstadt unterwegs, um die Frohe Botschaft der Geburt Christi zu verkünden. Caspar, Melchior und Balthasar wandern jedes Jahr von Haus zu Haus und wünschen den Menschen zum Jahreswechsel Gesundheit und ein friedvolles Miteinander.

Das Pfarramt St. Georgen, die Dom- und Stadtpfarre Eisenstadt, das Pfarramt Oberberg und das Pfarramt Kleinhöflein beteiligten sich an dieser Aktion.

Das Miteinander steht im Vordergrund

In der Dompfarre Eisenstadt sind rund 40 Kinder beteiligt, die drei Tage lang unterwegs sind. „Zu Mittag kommen sie alle für ein gemeinsames Mittagessen zurück ins Dompfarrzentrum“, erklärte der Organisator Thomas Leeb den Tagesablauf beim Sternsingen.

Auch Fred Buu Dapa, Organisator der Sternsingeraktion am Oberberg freute sich: „Heuer haben sich besonders viele Kinder bereit erklärt mitzumachen. Mein Wunsch ist, dass die Kinder trotz der eisigen Temperaturen viel Spaß haben, immerhin opfern sie ihre Ferienzeit.“



Zusätzlich gab es am Oberberg heuer auch eine Jugend- sowie eine Erwachsenengruppe, die vorwiegend gegen Abend um die Häuser gezogen sind, um auch Menschen besuchen zu können, die untertags arbeiten.

In St. Georgen waren heuer wieder rund 20 Kinder dabei. Organisatorin Magdalena Karacson freute sich dieses Jahr besonders über neue Kostüme, die von der Oma zweier Kinder für eine der Sternsingergruppen genäht wurden.

In Kleinhöflein starteten die Sternsinger ihre Mission erst direkt am Dreikönigstag. „Die Kinder in Kleinhöflein ministrieren bei der Messe am Heiligendreikönigstag und machen sich danach auf den Weg, die Frohe Botschaft zu verkünden“, so Heidi Wagner von der Pfarre Kleinhöflein.

Spenden für Entwicklungsländer

Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, hat aber noch eine andere Mission. Mit ihrem Lied „Siehe, wir kommen, kommen mit Freude, Segen und Frieden zu bringen“ wollen die Sternsinger ein Zeichen für eine gerechte Welt setzen und sich für Frieden und Gerechtigkeit, vor allem in Entwicklungsländern, einsetzen.

Im Burgenland waren heuer wieder rund 4.000 Sternsinger unterwegs, um Spendengelder für Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu sammeln. Das Sternsingen ist die größte Sammelaktion für Entwicklungsländer und hilft jährlich rund einer Million Menschen.

Im Vorjahr wurden allein im Burgenland 669.673,52 Euro ersungen. Das Ziel der „Anwälte der Armen und Notleidenden“, wie Papst Franziskus sie nannte, ist es, mit den gesammelten Spenden wirksame und vor allem langfristige Verbesserungen der Lebensbedingungen für die Menschen in diesen Ländern zu bewirken.