Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

Heißes Feuer, böse Briefe. FEUER / 40 Strohballen brannten vergangene Woche, Feuer dürfte gelegt worden sein. Schmähbriefe verunsichern Bevölkerung.

Entflammt. 40 Mann waren mit dem brennenden Stroh beschäftigt. Der Brand war „keine Eigenentzündung“.ZVG/FF LEITHAPRODERSDORF  |  NOEN
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VON DORIS FISCHER UND NINA SORGER

LEITHAPRODERSDORF / Unsicherheit machte sich rund um Weihnachten in Leithaprodersdorf breit – vor allem bei dem Landwirt Josef Menitz: Zwei Tage vor dem Heiligen Abend gerieten 40 Strohballen auf einem seiner Felder in Brand: „Ich habe das erst mitbekommen, als ich von der Musikprobe heimkam und gesehen hab, dass die Ballen brennen und die Feuerwehr löscht“, so der Landwirt. Insgesamt 40 Mann der Feuerwehren Leithaprodersdorf und Deutsch Brodersdorf waren mit den Löscharbeiten beschäftigt. „Mit einem Bagger wurden die brennenden Strohballen getrennt, sonst würde es noch heute rauchen“, berichtete Leithaprodersdorfs Kommandant Martin Eder.

Die genaue Brandursache steht noch nicht fest. „Fix ist, dass es keine Eigenentzündung war“, stellt Stadtpolizeikommandant Friedrich Tinhof fest – was heißt, dass jemand vorsätzlich oder unabsichtlich, etwa durch Wegwerfen einer Zigarette, das Feuer „gelegt“ haben könnte. Der entstandene Schaden steht noch nicht fest. Für Menitz ergibt sich dadurch allerdings ein handfestes Problem: „Ich brauche das Stroh für den Stall, und derzeit ist es sehr schwierig, welches zu bekommen.“

Boros: „Werde beschimpft,  dass ich nicht genug kriege“

 

Für Zündstoff im Ort sorgt aber auch eine Serie von Schmähbriefen, die mehrere Adressaten vor einiger Zeit erhielten. Einer von ihnen ist Bäckermeister Kaspar Boros: „Was da drinnen steht, ist die größte Frechheit, die ich je gelesen habe. Ich werde beschimpft, dass ich gierig bin, dass ich nicht genug kriege, weil ich noch immer in der Bäckerei stehe. Mein Neffe wird als Säufer beschimpft. Wo sind wir denn bitte?!“, empört er sich. Als Urheber sieht er einige Neider im Ort. Bei der Polizei war er bislang noch nicht, spielt allerdings mit dem Gedanken, dies noch zu tun. Bei der Polizei liegen derzeit keine Anzeigen bezüglich der Briefe vor.

Einen Zusammenhang zwischen den Briefen und dem Feuer kann Stadtpolizeikommandant Tinhof nicht bestätigen.