Erstellt am 22. Juni 2016, 04:20

von Werner Müllner

„Henk“ Wagner entwickelte grünweiße Sicherheit. Früher wurde er von Rapid-Fans verprügelt, nun hat er das Sicherheitskonzept für das neue Allianz-Stadion entwickelt.

Grün-Weiß. Am 16. Juli findet das erste Match statt. Foto: Rapid  |  NOEN, Rapid

Es war in den 80er-Jahren, als Rapid im Lindenstadion gegen den SC Eisenstadt spielte. Bei Randalen der Rapid-Fans wurde der Eisenstädter Sicherheitsexperte „Henk“ Herbert Wagner und damalige Polizist schwer verletzt.

„Kuhglocke auf den Kopf bekommen“

„Ein Rapid-Fan hat mir mit einer Kuhglocke auf den Kopf geschlagen, ich hatte eine acht Zentimeter lange Rissquetschwunde“, erzählt Wagner und erklärt, warum dieses Malheur hervorgekramt wird: „…und nun wurde ich eingeladen, für das neue Stadion von Rapid das Sicherheitskonzept zu erarbeiten.

Viele hundert Seiten waren notwendig, um alle Eventualitäten, die im sogenannten Allianz Stadion passieren können, zu bedenken. Wagner: „Das Konzept muss den österreichischen Gesetzen, den ÖFB-Regeln und natürlich den vereinsinternen Richtlinien entsprechen.“ Und geht ins Detail: „Man muss alles bedenken, von bengalischen Feuern bis hin zu nicht passsenden Transparenten.“

„Erleichterung“ bringt die technische Einrichtung des Stadions: „Das ganze Areal ist videoüberwacht, jeder Mensch, der rein oder rausgeht, wird über eine elektronische Zugangskontrolle erfasst.“

Eine besondere Herausforderung für die Sicherheits-Experten ist eine Promenade rund ums Stadion, wo sich alle Matchbesucher frei bewegen können, obendrein gibt es das sogenannte „Rapid-Dorf“ wo nach dem Spiel weitergefeiert werden kann.

Wagner: „Bevor das Stadion eröffnet wird, werden wir noch umfassende Schulungen für das eingesetzte Personal durchführen. Von meinem Unternehmen werden bei jedem Event rund fünf Supervisoren vorort sein.“