Erstellt am 05. Januar 2011, 00:00

Hilfe für Kinderheim. RUMÄNIEN / Vier Burschen aus dem Bezirk machten sich auf den Weg in ein Kinderheim und kamen mit einem Auto mehr zurück.

Thomas Kanitsch machte vor dem rund 600 Kilometer weiten Heimweg aus Rumänien, noch einen letzten Check am Wagen.KANITSCH  |  NOEN
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BEZIRK / Das Thermometer zeigte am Abend vor der Sozialstation der Caritas, dem Kinderheim Wetschehaus in Petroasa Mare, nahe der Kleinstadt Lugoj, eisige 19 Grad Minus. Für rund 20 Kinder und Jugendliche wurde gerade das Abendessen hergerichtet. Es gab Krautrouladen und Rotkrautsalat, ein typisch rumänisches Essen.

Doch am Abend des 28. Dezember sollten die Kinder nicht alleine mit ihren Betreuern und dem Hauspersonal speisen. Die Cousins Thomas, René und Mario Kanitsch machten sich gemeinsam mit ihrem Freund Fabian Wedl auf den Weg nach Rumänien, um die Sozialstation mit Kleidungs- und Essensspenden zu unterstützen. „Bekannte haben uns noch Geld mitgegeben, das haben wir dann kurzerhand vor der rumänischen Grenze in Schokolade, Milch, Mehl und andere nützliche Lebensmittel investiert. Die Firma Felix Austria hat uns dabei auch mit sehr vielen Spenden unterstützt“, erzählt Thomas Kanitsch.

„Vor der Heimfahrt wurden wir gebeten, ein Auto mit österreichischem Kennzeichen – die Leihgabe eines burgenländischen Pfarrers – mitzunehmen, denn das Service sei fällig. Darauf waren wir nicht vorbereitet. Nach kurzer Absprache war klar, dass wir es mitnehmen würden“, berichtet Kanitsch weiter.

Bedürftige kommen und  erhalten warme Kleidung

Die Sozialstation ist aber nicht nur Schlafplatz für von ihren Eltern Verstoßene. Sie ist auch Anlaufstelle für Bedürftige der umliegenden Gemeinden.

Nachdem das Kinderheim vor einigen Jahren aufgrund von Vorschriften der Europäischen Union fast zugesperrt hätte werden sollen, wird nun, nach einem ersten Zubau durch Schüler und Lehrer der HTL Mödling, wieder fleißig gebaut.

Der Rohbau für das rund 400 Quadratmeter große Nullenergiehaus steht bereits. In wenigen Monaten werden Schüler und Lehrer der HTL Mödling wieder nach Rumänien fahren, um weiterzubauen. Dort sollen unter anderem die älteren Bewohner des Heims untergebracht werden. Der Älteste ist 19 Jahre alt und macht heuer seine Matura.