Erstellt am 05. Februar 2014, 23:59

von Nina Sorger

Hilfe ohne Hürden. Spendenaktion /  Konrad Robitza will nach Nepal-Aufenthalt dortigen Schulkindern – im Gegensatz zu Agenturen – unbürokratisch helfen.

Kinderschicksal. »Wir können nichts ändern, nur den Kindern Zuwendung geben, mit ihnen lernen und spielen«, so Konrad Robitza über seine Erfahrungen mit den Kindern einer Teppichfabrik. Er will gesammelte Spenden direkt an Ort und Stelle bringen.  |  NOEN
Von Nina Sorger

OSLIP / Ein Aufenthalt in Nepal hat schon so manchen verändert. Für den Osliper Konrad Robitza waren drei Wochen Freiwilligenarbeit in der Hauptstadt Kathmandu ein unsanftes Erwachen und der Ursprung der Hilfsaktion „Nepalhilfe ohne Hürden“.

"Geld für nicht nachvollziehbare Ausgaben verwendet"

Denn neben majestätischen Bergen herrscht in dem Land vor allem eines: Armut. „Als ich dort ankam, blieb mir der Mund offen stehen: Berge von Müll. Ich habe Kindern, die täglich 17 Stunden in einer Teppichfabrik arbeiten, Englischunterricht gegeben. Dort hatten sie gar nichts. Wir mussten uns mit einfachsten Mitteln helfen“, erzählt er.

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Robitzas Aufenthalt wurde über eine Agentur, die freiwillige Helfer für soziale Arbeit vermittelt, organisiert, jedoch: „Ich und all die anderen Freiwilligen haben dafür bezahlt, dort zu helfen, und gehofft, dass ein Teil des Geldes auch den Kindern zugute kommt, aber nichts dergleichen! Das Geld wurde großteils für nicht nachvollziehbare Ausgaben verwendet. Der Osliper brach seinen Aufenthalt ab, und doch entstand nun daraus etwas Positives.

Direkte Hilfe für bedürftige Kinder

In Kathmandu lernte Konrad Robitza Susma Tamang und Maniche Dubey kennen, die für eine dieser Agenturen gearbeitet hatten und nun eine eigene Sozialeinrichtung aufbauen wollen: „Die Sama Foundation plant ein Kinderzentrum. Doch fürs Erste wollen wir eine bestehende Schule für 350 Kinder außerhalb von Kathmandu unterstützen – die Kinder dort haben nicht einmal Schuhe und müssen zwei Stunden bis zur Schule gehen.“ Um – im Gegensatz zu einschlägigen Agenturen – direkt zu helfen, sammelt er nun in der Heimat Spenden: „Mit dem Geld sollen vor Ort 20 Schulbänke, aber auch Schuhe und Rucksäcke für etwa 70 Kinder gekauft werden – das mache ich selber, um sicherzugehen, dass das gesammelte Geld wirklich zweckdienlich verwendet wird.“

Am 13. Februar, um 19 Uhr, findet ein Infoabend in der Osliper Broaska Schenke statt, am 17. Februar startet Robitzas Reise zurück nach Nepal.