Erstellt am 01. Januar 2015, 06:38

von Doris Fischer

Justiz hat Außenstelle. Durch die Verordnung des Justizministers Brandstetter gibt es in Hirtenberg eine „Filiale“ der Justizanstalt Eisenstadt.

Justizanstalt. Oberst Günter Wolf hat seit Feber für den Erlass der Verordnung des Justizministers gekämpft. Diese bringt eine Erleichterung im Verwaltungsaufwand. Foto: Doris Fischer  |  NOEN, Doris Fischer

Der Umbau der Justizanstalt bringt einige „Probleme“ mit sich. Seit Februar setzt sich Eisenstadts Justizanstaltsleiter Günter Wolf dafür ein, dass Häftlinge in einer Außenstelle untergebracht werden.

Vor rund einer Woche konnte Wolf nun einen Erfolg einfahren: Laut Bescheid des Justizministers Wolfgang Brandstetter wird bis 31. März 2016 in der Justizanstalt Hirtenberg eine Außenstelle der Justizanstalt Eisenstadt eingerichtet.

Bisher enormer Verwaltungsaufwand

„Derzeit können nur 63 Häftlinge bei uns in Eisenstadt untergebracht werden“, erklärt Oberst Günter Wolf. Bislang war es so, dass Häftlinge auf die Justizanstalten St. Pölten, Krems, Korneuburg, Wien-Josefstadt und Wiener Neustadt – jugendliche Straftäter wurden in der Justizanstalt Gerasdorf untergebracht – aufgeteilt wurden.

„Zu den Hauptverhandlungen mussten sie gebracht und anschließend wieder in die jeweilige Justizanstalt zurückgebracht werden“, berichtet der Leiter.

Es war ein enormer Verwaltungsaufwand für die Beamten, den man sich nun ersparen kann. Immerhin mussten zahlreiche Ansuchen und Bescheide ausgestellt werden. Noch dazu konnten die Häftlinge nur mit deren Zustimmung in eine andere Justizanstalt verlegt werden.

Von Jänner bis Oktober 2014 gab es 600 Transferierungen. Ein weiterer positiver Effekt durch die Außenstelle ist, dass die Häftlinge direkt Oberst Wolf unterstellt sind und nicht mehr dem jeweiligen Anstaltsleiter. „Durch die Verordnung ist in Hirtenberg Platz für 43 weitere Häftlinge“, so Wolf.