Erstellt am 29. Oktober 2014, 06:01

Millionen für Regen. 17 Millionen Euro wurden bereits in Sicherheitsmaßnahmen investiert, bis 2020 wird weiter ausgebaut.

Geplant. Bürgermeister Thomas Steiner (M.) und Kurt Feichtinger (r.) mit dem Abwasserplan. Christoph Schmidt erklärt: »Die ausreichende Dimensionierung der Speicherkanäle trägt zusätzlich zum Hochwasserschutz bei.«  |  NOEN, zVg

13 Retentionsbecken, eine unterirdische Hochwasserableitung sowie zahlreiche offene Ableitungen wurden in den vergangenen 25 Jahren errichtet bzw. adaptiert. Um Eisenstadt vor Hochwasser zu schützen, investierte die Stadtgemeinde seit 1991 rund 17 Millionen Euro. Weitere Projekte sind geplant.

„Weitere Projekte sind bereits in Planung“

„Hochwasser sind Naturereignisse, die es immer gab und auch künftig immer geben wird. Dennoch sind wir den Naturgefahren nicht schutzlos ausgeliefert. Dank der umfangreichen Maßnahmen gab es in den vergangenen Jahren nur sehr geringe Probleme mit Hochwasser und nur einige punktuelle Schäden“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

Die ersten Retentionsbecken wurden vor rund 20 Jahren in der Nähe des ORF gebaut. In diesen Becken wird das gesamte Oberflächenwasser gesammelt und verzögert wieder abgegeben.

„Dadurch können Überschwemmungen vermieden werden“, weiß Kurt Feichtinger, der im Geschäftsbereich Technik federführend für den Hochwasserschutz zuständig ist: „Heute gibt es 13 solcher Becken im gesamten Stadtgebiet, weitere Projekte sind bereits in Planung.“ Zwei dieser Projekte sind in den Stadtbezirken Kleinhöflein und St. Georgen geplant.

Investitionen von fünf Millionen nötig

Je drei Retentionsbecken sollen errichtet werden. In Kleinhöflein ist der Bereich Katerstein (nördlich der Wienerstraße) betroffen. Hier muss das entstehende Oberflächenwasser aus den Wäldern gedrosselt und durch das Ortsgebiet in den Eisbach abgeleitet werden. In St. Georgen sind ebenfalls drei Becken projektiert.

Die noch offenen Projekte benötigen Investitionen in einer Höhe von etwa fünf Millionen Euro und sollen bis 2020 realisiert sein.

Das größte Retentionsbecken liegt zwischen dem Kleinhöfleiner Bach und dem Eisbach und fasst rund 300.000 Kubikmeter Wasser. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass in diesem Bereich ein neues und mittlerweile sehr beliebtes Naherholungsgebiet entstanden ist.