Erstellt am 26. November 2015, 05:58

von Nina Sorger

Hoffnung für Vanessa: BGKK zahlt Therapie. Chefarzt genehmigt Übernahme der 40.000 Euro Therapiekosten für Vanessa. Nun wird ein Arzt gesucht, der Infusionen setzt.

Optimistisch. Trotz 50-prozentiger Erfolgschance will Vanessa Therapie.  |  NOEN, BVZ

Ein Happy-End scheint sich nun für Vanessa Spah aus Eisenstadt anzubahnen: Die 15-Jährige braucht eine angeblich rund 40.000 Euro teure Therapie mit Pamidronat, einem Wirkstoff, der die Krankheit Fibriodysplasia Ossificans Progressiva (FOP) verlangsamen kann, die ihre Muskeln nach und nach verknöchern lässt.

Nun steht laut Chefarzt-Bescheid fest: Die Burgenländische Gebietskrankenkasse übernimmt die Therapiekosten.

„Haben erst aus den Medien von dem Fall erfahren“

„Nun müssen wir nur noch einen Arzt in einem Krankenhaus finden, der die Infusionen verabreicht. Denn er übernimmt die Verantwortung für die Verabreichung der Infusionen“, ist Vanessas Mutter Anita Schmidt zuversichtlich.

Warum die Krankenkasse erst jetzt reagierte, erklärt BGKK-Direktor Christian Moder: „Wir haben erst über Umwege und aus den Medien von dem Fall erfahren. Nachdem wir mit Frau Schmidt Kontakt aufgenommen haben, haben wir recherchiert. Wir wissen zwar nicht, was an der der Therapie 40.000 Euro kostet – das Medikament an sich kostet vielleicht 100 Euro –, aber wir bewilligen dem Mädchen die Therapie.“

Vanessas Hausärztin und Chefarzt Dr. Werner Krischka hoffen nun, idealerweise einen Arzt im Krankenhaus Eisenstadt zu finden, der dem Mädchen die wichtigen Infusionen verabreicht. Sollte sich kein Arzt finden, müsste Vanessa zur Therapie nach Deutschland: „In diesem Fall würden wir auch schauen, wie weit wir eine Auslandsbehandlung bewilligen können“, so Moder. In den kommenden Tagen soll laut Anita Schmidt eine Entscheidung fallen.

BVZ.at hatte berichtet: