Erstellt am 04. März 2015, 16:29

von Doris Fischer

Gefahr in (Ver-)Zug. Eisenstädter Schüler wurden bei Zughaltestelle beobachtet, wie sie gefährlich nah an einfahrenden Zug herantraten – Aufklärung folgt.

Gedränge. Das richtige Verhalten bei Zügen muss gelehrt werden.  |  NOEN, Doris Fischer
Die Alarmglocken schrillten bei den Österreichischen Bundesbahnen: Bei der Haltestelle bei der HTL stellten sich Jugendliche entlang der Sicherheitslinie am Bahnsteig rücklings auf und warteten auf ihre „Mutprobe“: Wer als erster den abfahrenden Zug berührt, ist Sieger.

Die gefährliche „Mutprobe“ wurde kurz vor den Semesterferien von Experten beobachtet. „Es ist gefährlich und es besteht die Gefahr, dass die Schüler mit dem Rucksack hängen bleiben und so unter den Zug gezogen werden“, ist von Seiten der ÖBB-Verantwortlichen zu hören.

Damit den Jugendlichen die Gefahr bewusst wird, haben ÖBB und die Direktoren der HAK/HAS und HTL zum Sicherheitsdialog geladen.

HTL-Direktor über Mutprobe schockiert

„Vergangene Woche informierte mich die ÖBB über die Vorkommnisse. Ich war über die Mutprobe schockiert. Ich verstehe auch nicht, wie man auf solche Ideen kommen kann. So was entbehrt jeglicher Grundlage“, stellt HTL-Direktor Stefan Wagner fest.

Die Vorkommnisse professionell aufarbeiten will man in der HAK/HAS. „Die Mutproben sind kein Spaß. Die Schüler müssen gut informiert und über die Gefahren aufgeklärt werden. DAs haben wir mit der ÖBB bei einer Infoveranstaltung getan“, betont HAK/HAS-Direktorin Johanna Dorner-Resch.