Erstellt am 25. Februar 2015, 07:00

Parlament: Anfrage zu Hasch am Skikurs. Laut FPÖ-Anfrage: 2014 Haschisch bei Skikurs der HTL Eisenstadt entdeckt. Landesschulrat und Elternvertreter wittern Rache von Ex-Lehrer.

Nachweislich. Die Vernichtung der Drogen wurde durch die Schule bildlich festgehalten. Foto: HTL/LSR  |  NOEN, HTL/LSR

Ein Vorfall aus dem Vorjahr sorgt jetzt für Aufregung. Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ – die insgesamt zwölfte zur HTL seit Anfang Feber 2014 – befasst sich mit einem Skikurs, bei dem im März 2014 ein Schüler mit Haschisch erwischt worden sein soll.

56 FPÖ-Fragen an die Bildungsministerin

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Nachdem „Schüler durch den penetranten Gestank“ den Drogenmissbrauch bemerkt hätten, seien, so die Parlaments-Anfrage, „…große Menge an Haschisch im Besitz anderer Schüler gefunden, welche daraufhin den Schulskikurs vorzeitig verlassen mussten. Der Direktor der Schule DI Wagner war indessen am Freitag, 21. 3. 2014 für die Begleitlehrer nicht erreichbar.“

Insgesamt 56 Fragen stellt die FPÖ diesbezüglich an Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek – von „Welche Instruktionen gab der Schulleiter DI Wagner den Begleitlehrern wann am Telefon?“ bis zu „Welche täglichen Anwesenheitspflichten in der Schule hat DI Wagner?“

Die Anfrage verweist auch „auf schriftliche Warnungen durch DDI Dr. Herbert Schütz aus dem Jahre 2012“. Schütz – FPÖ-Bezirksobmann in Mattersburg – war 2012 als Physiklehrer entlassen worden und geht seither gerichtlich gegen seine Entlassung vor.

Landesschulratspräsident: „Persönliche Rache“

HTL-Direktor Stefan Wagner verweist auf den Amtsführenden Landesschulratspräsidenten Heinz Zitz. Dieser empört sich: „Seit Jahren missbraucht Herbert Schütz das politische System der parlamentarischen Anfrage über die FPÖ für seine privaten Zwecke sowie seine parteipolitische Karriere. Er nimmt keine Rücksicht auf die Schüler/innen und die Schule, wie auch auf den Ruf der Schule“, so Zitz.

Der LSR-Präsident weiter: „Es geht ihm nur um persönliche Rache gegen seine ehemalige Schule. Herbert Schütz ist aufgrund schwerer Verfehlungen aus dem Schuldienst ausgeschieden. In erster Instanz wurde die Auflösung des Dienstverhältnisses bestätigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.“

„Drogen wurden von der Schule vernichtet!“

Empört gibt sich Alfred Handschuh, der Vorsitzende des Elternvereins, der jährlich Workshops zur Suchtprävention in der Schule unterstützt: „Uns wird dauernd etwas vorgeworfen, dabei hätte die HTL so viel wichtigere Dinge zu tun. Ich gehe stark davon aus, dass dies wieder eine Retourkutsche von Schütz ist. Ich verstehe auch nicht, warum dieses Geschichte erst jetzt, ein Jahr später, ans Licht kommt.“

Die Parlamentarische Anfrage liegt Bildungsministerin Heinisch-Hosek vor und wird in den kommenden Monaten im Rahmen des Nationalrates beantwortet werden.

Zitz stellt indes klar: „Die Drogen wurden von der Schule, nachweislich vor mehreren Zeugen vernichtet!“ Der Schüler hat die Schule verlassen.