Erstellt am 21. Mai 2013, 15:33

HTL-Schüler bei Nachwuchsforscher-Wettbewerb in USA erfolgreich. Für ihre Methode zur Verringerung des Luftwiderstandes an Tragflächen von Fahrzeugen wurden zwei Schüler der HTBLA Eisenstadt am vergangenen Freitag bei der weltgrößten Wissenschaftsmesse für Schüler in Phoenix (USA) mit zwei Auszeichnungen bedacht.

Herbert Gerhardter (19) und David Zefferer (20) gewannen einen "Special Award" der United Airlines Foundation und erhielten zudem für den zweiten Rang im Bereich „Energy and Transportation“ einen "Grand Award" der Intel Foundation. Das teilte die Firma Intel heute, Dienstag, in einer Aussendung mit.

Um den Luftwiderstand an der Oberfläche von Tragflächen aller Art zu reduzieren, wählten die beiden Schüler einen kreativen Ansatz: Mittels an der Oberfläche angelegter Hochspannung können sie die Strömung beeinflussen. Im Rahmen ihres Forschungsprojekts nutzen Gerhardter und Zefferer das Phänomen, dass Luftschichten, die sich ganz nahe an der Oberfläche von Körpern bewegen, durch Ionisierung mit Energie angereichert werden können. Befinden sich mehr positiv geladene Teilchen in dieser Grenzschicht zwischen dem Material und der Luft, verringert sich der Widerstand.

Um die höchsten Einsparungseffekte zu erzielen, identifizierten die Schüler in Tests den optimalen Winkel, in dem die Luftströmung auf den Tragflügel treffen muss. Der Widerstand konnte so um zwei bis fünf Prozent gesenkt werden, was auch den Energieaufwand entsprechend reduziere, wie es in der Aussendung heißt. Angesichts stetig steigender Treibstoffpreise sei der Ansatz vor allem für Luftfahrt-Unternehmen interessant. Die einfache Bauweise des Systems erlaube es, bestehende Fahr- und Flugzeuge ohne allzu hohe Kosten umzurüsten.

Neben den beiden Eisenstädter Schülern nahmen heuer noch zwei weitere heimische Teams an der Intel International Science and Engineering Fair (ISEF) teil. Die anderen österreichischen Teilnehmer gingen bei der Preisverleihung aber leer aus.

Mit mehr als 1.500 Nachwuchsforschern aus mehr als 70 Ländern gilt die ISEF als größte internationale Veranstaltung in dem Bereich. Die teilnehmenden Schüler haben sich über Wissenschafts-Wettbewerbe in ihren Heimatländern für die diesjährige ISEF qualifiziert. Gerhardter und Zefferer schafften dies mit dem zweiten Platz in der Kategorie "Engineering" im Rahmen des Schülerwettbewerbs "Jugend Innovativ".