Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

„Ich bleibe weiter Bürgermeisterin!“. ABSCHIED? / Das Gesprächsthema in den Ballsälen: „Warum geht Fraunschiel?“ Sie geht nicht! In der BVZ sagt sie, warum.

Gastgeberin. Fraunschiel beim Empfang , am Bild mit Gerhard Steier.  |  NOEN
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VON WERNER MÜLLNER

EISENSTADT / Im Rahmen des Eisenstädter Neujahrsempfangs verwarf Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel alle Gerüchte rund um ihre Funktion –  sie will definitiv bleiben.

 

BVZ: Was hat Sie in den vergangenen Tagen am meisten geärgert: die nicht bezahlten Mieten im Hallenbad, der künstliche Wirbel um die Bürgerkarten oder die laufenden „Rücktrittsaufforderungen“?

Andrea Fraunschiel: Am Wirbel um die Bürgerkarten hat mich geärgert, dass die Sache von einer Tageszeitung falsch dargestellt wurde. Bestehende Bürgerkarten können problemlos verlängert werden, den Engpass bei neuen konnten wir innerhalb von zwei Tagen beheben. Beim Hallenbad haben wir sichergestellt, dass sämtliche städtische Forderungen bis auf den letzten Cent bezahlt werden. Was wir nicht machen, ist, langjährige Geschäftspartner in den Konkurs zu schicken, da würden wir auf unseren Forderungen sitzen bleiben. Unsere Pächter medial durch den Dreck zu ziehen ist der Stil des politischen Mitbewerbers, nicht meiner! Und zum letzten Punkt, meinem angeblichen Rücktritt: Ich verstehe schon, dass Kovacs (Anm.: SPÖ-Vizebürgermeister) gerne hätte, dass ich nicht mehr antrete, weil er bei 20 Prozent herumgrundelt. Er hat das jedoch nicht zu entscheiden, ich bin von den Bürgern der Freistadt Eisenstadt mit großer Mehrheit gewählt.

BVZ: Die Opposition sieht Sie schon in Polit-Pension. Werden Sie im heurigen Jahr als Bürgermeisterin zurücktreten?

Andrea Fraunschiel: Mit Sicherheit nicht! Ich wurde 2007 von den Eisenstädtern mit über 59 Prozent zur Bürgermeisterin gewählt. Diesen Auftrag werde ich erfüllen, und auch eine weitere Amtszeit ist für mich sehr interessant. Mir macht die Arbeit noch genau so viel Spaß wie am ersten Tag. Wir, die ÖVP, lassen uns keine Personaldiskussion von Blau und Rot aufdrängen.

 

BVZ: Sie haben auch angekündigt, dass sie heuer noch viele Projekte vorhaben. Welche?

Andrea Fraunschiel: Viele zukunftsweisende Projekte stehen auf unserer Agenda. Wir tätigen massive Investitionen im Straßenbau: Die Fertigstellung der Spange Süd hat oberste Priorität. Weiters werden der Axerweg und die Weingartenstraße saniert. Im neuen Stadtteil Kirchäcker treiben wir die Stadtentwicklung voran. Auch der „Bauhof neu“ wird von uns weiter forciert. Außerdem gilt es, die Eröffnung des Generationenzentrums im Frühjahr 2011 vorzubereiten. Um weitere Betriebe in Eisenstadt anzusiedeln, werden wir ein neues Standortinformationssystem entwickeln. Und selbstverständlich sind auch der Bau einer neuen Veranstaltungsstätte, die City-Taxi-Rufzentrale, der Ausbau der Elektromobilität und die Sanierung des Hallenbads zentrale Anliegen.