Erstellt am 19. Juni 2015, 00:09

von APA/Red

"Offensive gegen Rechts"-Brief an Wirte. Das für Samstag geplante Treffen des Ringes Freiheitlicher Jugend (RFJ) mit Vertretern der "Identitären" in Eisenstadt wurde an einen neuen Veranstaltungsort verlegt.

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Das Lokal habe seine Zustimmung entzogen, so die "Offensive gegen Rechts", die am Donnerstag in einem Offenen Brief Lokalbesitzer aufrief, Anfragen des RFJ oder der Identitären "unbedingt abzulehnen".

Die Veranstaltung habe "ausschließlich den Zweck, Angst vor MigrantInnen zu schüren", hieß es im Schreiben der Offensive gegen Rechts - Burgenland. Auch auf das "wirtschaftliche Interesse" der Lokalbetreiber wird in dem Brief eingegangen: "RechtsextremistInnen im Keller und linke GegendemonstrantInnen vor der Tür sind für niemanden gute Werbung."

"RechtsextremistInnen im Keller und linke GegendemonstrantInnen vor der Tür sind
für niemanden gute Werbung."

Die Veranstaltung finde statt, so RFJ-Obmann Werner Wassicek. Teilnehmer müssten sich vorher anmelden. Zur Absage des Lokalbesuchs meinte Wassicek, er würde sich wünschen, dass jene, die Druck ausgeübt hätten, für den Verdienstentgang des Lokals aufkämen.

Wenn das Treffen stattfinde, "können sie (die Identitären, Anm.) letztlich auch beweisen, dass sie nicht zu rechts sind", sagte FPÖ-Landesparteiobmann Johann Tschürtz. "Was mit Radikalismus zu tun hat, kommt für mich weder von links noch von rechts infrage", fügte Tschürtz hinzu. Er habe seine Meinung auch dem RFJ-Landesvorsitzenden mitgeteilt.

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