Erstellt am 30. Januar 2014, 23:59

Jagd auf die Biber. Fallensteller / Zwei genehmigte Biberfallen sollen den Nagern zu Leibe rücken. Bisher ging allerdings noch kein einziger ins Netz.

Von Nina Sorger

LEITHAPRODERSDORF / Der Biberplage, die durch reges Bäumefällen die örtlichen Bäche verstopfte und die Gemeinde über 5.000 Euro kostete, rückt man jetzt auf den Pelz. Laut einem entsprechenden Bescheid ist das Land damit einverstanden, die Biber zu 100 Prozent zu beseitigen: „Wir bekommen vom niederösterreichischen Bibermanagement zwei Fallen und müssen dem Bibermanagement die beseitigten Tiere übergeben“, erklärt Bürgermeister Martin Radatz (ÖVP). Die Erlaubnis, die Tiere komplett zu beseitigen, wurde deshalb erteilt, „da laut Gutachten der Zuzug der Biber über die Leitha auch weiterhin gewährleistet ist“, so Radatz. Doch wie fängt man einen Biber? „Das haben wir uns auch gefragt“, so Amtsleiter Michael Bauer: „Man braucht keinen Köder. Die Fallen werden im Bachbett aufgestellt, und da Biber das Wasser ungern verlassen, sollten sie dann von selbst hineintappen.“ Seit Anfang Jänner hat dies allerdings noch kein einziger Biber getan. Zeit zum Biberfang ist noch bis März, dann beginnt wieder die Schonzeit.