Erstellt am 20. April 2016, 12:25

von Presseaussendung

Jazz, Swing und Liebe auf der Seebühne. Es ist eine rare Perle der glamourösen Revue-Operette, die Intendantin Dagmar Schellenberger ihrem Publikum 2016 präsentiert. Nach mehr als 40 Jahren Pause verlieren, finden und lieben „Viktoria und ihr Husar“ einander wieder auf der Seebühne in Mörbisch.

 |  NOEN, Jerzy BinSeefestspiele Mörbisch/Jerzy Bin
Eine Geschichte mit Tiefgang, jede Menge Evergreens zum Mitsingen, spektakuläre Tanznummern am laufenden Band und eine wahre Ausstattungsschlacht – das ist die Essenz des Stücks, das zwischen 7. Juli und 20. August für mehr als nur einen Hauch von Glamour am Neusiedler See sorgen wird.

Uraufführung in Budapest

„Dieses Werk hebt sich durch seine jazzigen, swingenden Melodien und die ausladenden Tanznummern von vielen Klassikern des Genres ab, ist aber trotzdem eine Operette im allerbesten Sinne“, sagt Intendantin KS Dagmar Schellenberger. „Und gerade weil es so selten gezeigt wird, sehe ich es als meine Pflicht an, dem Mörbischer Publikum Gelegenheit zu geben, diese Preziose einmal zu erleben.“
 
Die Goldenen Zwanzigerjahre waren gerade verklungen, als „Viktoria und ihr Husar“ 1930 in Budapest zur Uraufführung kam, Österreich-Premiere war am 23. Dezember desselben Jahres im Theater an der Wien.  Abrahams Meisterwerk atmet den Geist der hoffnungsfrohen Zeit zwischen erstem Weltkrieg und Wirtschaftskrise und verknüpft den Glanz geschickt mit den großen Gefühlen.

Schillernde Inszenierung

„Ich nehme den Inhalt dieser Operette als Regisseur sehr ernst“, sagt Andreas Gergen, Operndirektor des Salzburger Landestheaters, der für die Inszenierung verantwortlich zeichnet.

„In vielen Revueoperetten dient die Story ja nur als Vorwand, um spektakuläre Bilder auf die Bühne zu bringen. Ich arbeite mit der ergreifenden Geschichte, lasse mir natürlich aber die Chance nicht entgehen, große, schillernde Revuenummern umzusetzen. Insgesamt wird es ein sehr bunter, unterhaltsamer Abend mit großen Gefühlen, Staunen, aber auch viel zu lachen.“
 
Besondere Anforderungen gibt es an das Bühnenbild, denn „Viktoria und ihr Husar“ gleicht einer musikalischen Weltreise, die von Sibirien über Tokio nach St. Petersburg und schließlich in die Puszta führt. Diesen völlig unterschiedlichen Schauplätzen ist aber eines gemeinsam, erklärt Christian Floeren, der Bühnenbild und Kostüme entworfen hat: „Jedes Bild ist um die zweiteilige Revuetreppe gruppiert – sie ist der Dreh- und Angelpunkt für die Tänzer und kann mit LED fast wie eine Lichtwand ihre Farbe verändern.“

Neue Maßstäbe beim Tanz

Nicht nur das Bühnenbild steht ganz im Zeichen der Tanzes, auch sonst werden hier 2016 völlig neue Maßstäbe gesetzt. Das Ballett besteht aus 46 Tänzerinnen und Tänzern, mit denen Choreograf Simon Eichenberger bereits seit dem Frühjahr die extrem aufwendigen Schrittfolgen erarbeitet: „Vorgegeben durch Abrahams Musik bewegen wir uns in der Choreografie dieses Stücks sehr stark in die Show-Richtung und können durch die Anzahl der Tänzer auch spektakuläre Effekte einbauen, die in Operetten sonst nicht vorkommen. Insgesamt haben wir einen sehr spannenden Bogen von Folklore-Momenten bis hin zu amerikanischen Einflüssen aus Charleston und Foxtrott.“
 
Musikalisch werden Evergreens wie „Mausi, süß warst du heute Nacht“, „Meine Mama war aus Yokohama“ oder „Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände“ von David Levi realisiert, der in Mörbisch bereits 2014 bei „Anatevka“ am Pult stand.
 
Zu sehen sind in dieser schillernden Inszenierung Dagmar Schellenberger als Viktoria, Andreas Steppan als Botschafter John Cunlight und Michael Heim (Eine Nacht in Venedig 2015) bzw. Garrie Davislim als Husarenrittmeister Stefan Koltay.

Die beiden Buffo-Paare sind Verena Barth-Jurca (Eine Nacht in Venedig 2015) bzw. Theresa Dittmar und Jeffrey Treganza (Eine Nacht in Venedig 2015) bzw. Peter Lesiak sowie Andreas Sauerzapf (Anatevka 2014) bzw. Timo Verse und Laura Scherwitzl bzw. Katrin Fuchs.