Erstellt am 09. Juli 2014, 09:08

von Doris Fischer

Jungwinzerin mit Leib und Seele. Jungwinzerin Stefanie Gerdenits erhielt für ihren Blaufränkisch den Newcomer Award.

Ausgezeichnet. Die Preisträgerin Stefanie Gerdenits mit Reinhard Eder (l.), Direktor der Weinbauschule Klosterneuburg und Großmeister Eduard Hamersky von den Sankt Urbanus Weinrittern. Foto: Privat  |  NOEN, Privat
Ganz dem Wein verschrieben hat sich Stefanie Gerdenits. Und jetzt bekam sie für ihr Engagement in Sachen Weinmachen den Newcomer Award 2014, einen Nachwuchsförderpreis der St. Urbanus Weinritter in Zusammenarbeit mit der Weinbauschule Klosterneuburg, verliehen.

In der Kategorie Rotwein belegte sie mit ihrem Blaufränkisch 2011 im kleinen, neuen Holzfass ausgebaut, den ausgezeichneten 3. Platz – von insgesamt 114 eingereichten Weinproben.

Nächste Generation ist schon am Weinmachen 

Teilnehmen konnten die Absolventen der letzten fünf Jahrgänge. In einer gedeckten Verkostung werden jeweils die drei besten Weiß- bzw. Rotweine ermittelt. „Das Ziel ist die Förderung der jungen Weinkultur“, erzählt die junge Winzerin, die im elterlichen Betrieb nach dem Abschluss der Weinbauschule Klosterneuburg 2013 voll mitarbeitet.

In den letzten sieben Jahren war sie schon in alle Entscheidungen mit eingebunden. „Schon als Kind war sie immer gerne im Weingarten und hat auch gesagt, dass sie einmal Winzerin werden möchte – so wie der Papa auch“, erzählt ihre Mutter Hermine Gerdenits stolz.

„Im Weingarten kann ich immer ganz gut abschalten“

„Ich bin in den Weinbau reingewachsen“, erzählt die Jungwinzerin, die nun ihren ersten Jahrgangswein „Stefanie“, einen Traminer, abgefüllt hat – einen etwas anderen Wein, wie sie meint. Am besten gefällt ihr an ihrer Arbeit als Winzerin das Gesamtpaket „Weinkeller-Weingarten-Verkauf“, aber auch, dass nicht jeder Tag gleich abläuft.

Vieles sei, so Stefanie Gerdenits, vom Wetter oder der Jahreszeit abhängig – man könne den Tagesablauf nie exakt im Voraus planen. „Im Weingarten kann ich immer ganz gut abschalten, vor allem beim Einstricken“, meint sie, die zu ihrem Ausbildungsabschluss einen Weingarten von ihrem Opa als „Startkapital“ geschenkt bekommen hat und den Weinbaubetrieb weiterführen möchte.