Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Kassierin bestahl Wehr. REUIG / Eine 21-jährige Frau veruntreute als Feuerwehr-Kassierin 25.000 Euro. Vorige Woche stand sie deshalb vor Gericht.

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BEZIRK EISENSTADT / „Ich wusste mir keinen Ausweg mehr, mit dem Kind und mit dem Haus!“, gestand die 21-jährige Frau unter Schluchzen ihre Taten. Sie war als Kassierin einer Freiwilligen Feuerwehr im Bezirk Eisenstadt tätig gewesen und hatte im Zuge dieser Tätigkeit insgesamt 25.000 Euro veruntreut.

„Wir hatten kein Geld“, schilderte die Angeklagte die schwierigen finanziellen Verhältnisse, unter denen sie und ihr Gatte litten. Fürs Eigenheim wurden Rückzahlungsraten fällig und auch das gemeinsame Kind verursachte Ausgaben.

In zahlreichen „Raten“ behob die junge Frau in ihrer Not von Juli 2010 bis Jänner 2011 Bargeld von den Konten der Feuerwehr und zahlte ihr anvertrautes Geld nicht ein. Insgesamt entstand der Feuerwehr dabei ein Schaden von 25.000 Euro.

Als die Veruntreuung aufflog, sei sie sofort bei der Feuerwehr ausgetreten, so die Angeklagte. Mit Hilfe der Großmutter und ihrer Eltern habe sie das entwendete Geld zurückgezahlt. „Und ich habe mich entschuldigt“, erklärte die Frau reumütig.

Das Vorgefallene würde ihr sehr leidtun: „Es kommt nie wieder vor, das verspreche ich!“, fügte sie hinzu.

Das Urteil fiel aufgrund des bisher ordentlichen Lebenswandels, des reumütigen Geständnisses und des wieder gutgemachten Schadens glimpflich aus: drei Monate Freiheitsstrafe bedingt.