Erstellt am 25. November 2015, 05:58

von Nina Sorger

Kein Happy-End für Kids: Baumhaus entfernt. Nach Abriss-Anordnung und trotz Internetaktion wurde Baumhaus von Mörbischer Kindern nun mit „Abriss-Party“ entfernt.

Demontiert. Die jungen Bauherren des Baumhauses entfernten die Holzbretter im Rahmen einer »Abriss-Party« selbst. Foto: Privat  |  NOEN, Privat

Kein Happy-End gibt es für jene Kinder, die sich ein Baumhaus am Ortsrand von Mörbisch gebaut haben, das nach der Anzeige durch ein Kontrollorgan der Naturschutzabteilung des Landes entfernt werden sollte und für das die Grundstücksbesitzer außerdem 360 Euro Strafe zahlen sollten.

„Haben uns Frist für Entfernung gebeugt“

Nach einem Bericht der BVZ

und Link unten) waren zwar zahlreiche Freunde und Gleichgesinnte aktiv geworden und auf Facebook hatte sich sogar eine Gemeinschaft mit dem Namen „Das Baumhaus in Mörbisch soll bleiben“ gegründet, aber zu spät: Das Baumhaus wurde am vergangenen Donnerstag entfernt.

„Es gab ja eine Frist für die Entfernung des Baumhauses, der haben wir uns gebeugt. Die Kinder durften die Bretter entfernen und wir haben eine kleine ,Abriss-Party‘ veranstaltet, damit es ihnen nicht ganz so schwerfällt, dass ihr Baumhaus wegmuss“, erzählt Mutter Christine Stagl.

Berührende Sympathiebekundungen im Internet

Die Sympathiebekundungen im Internet haben sie sehr berührt: „Diese Facebook-Gemeinschaft wurde von jemandem gegründet, der einfach nur den BVZ-Artikel gelesen hat und betroffen war. Es war schön, zu sehen, dass auch anderen Menschen dieses Thema emotional nahe geht.“

Bürgermeister Jürgen Marx (SPÖ), der erst durch den Bericht von dem Fall erfuhr, versteht die Aufregung: „Natürlich ist es für die Kinder tragisch, wenn sie sich da ein Baumhaus aufgebaut haben und das dann wegmuss.“

Er steht aber auch hinter der Handlung der Naturschutzabteilung: „Am Mörbischer Hotter schaut es teilweise aus, dass einem graust: Abgelagertes Zeug auf Grundstücken, die eigentlich Grünland sind. Ich verstehe, dass da der Naturschutz durchgreifen muss und scharf kontrolliert. Allerdings muss man sich immer den individuellen Fall anschauen.“

BVZ.at hatte vergangene Woche berichtet: