Erstellt am 26. Mai 2016, 05:34

von Doris Fischer

Kindergarten: Wogen gehen hoch. Weil es in letzter Zeit mehrmals zu Wechsel der Kindergartenpädagoginnen kam, fordern erboste Eltern Gespräche.

Kindergarten. Bürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ) sieht keinen Handlungsbedarf. »Überwiegender Teil der Eltern ist zufrieden«, versichert der Ortschef.  |  NOEN, Fischer

Die Personalpolitik des Bürgermeisters im Kindergarten stößt einigen Eltern sauer auf. „So kann das nicht weitergehen. Nicht auf dem Rücken unserer Kinder“, ärgert sich eine Mutter.

„So kann es nicht weitergehen!“

Genau genommen geht es um die „Rote Gruppe“. Die bisherige Pädagogin Lisa Ollram wurde entlassen und durch eine neue Pädagogin ersetzt, die nach nur einer Woche das Handtuch schmiss. „Durch Zufall habe ich erfahren, dass eine Neue anfängt. Wir haben nichts gegen die Neue, aber der ständige Wechsel geht auf die Psyche der Kinder. Es geht sogar so weit, dass sie nicht mehr in den Kindergarten gehen wollen oder sogar wieder in der Nacht einnässen“, schildert eine Mutter die Situation.

Was die Kinder brauchen, sei Kontinuität und eine Bezugsperson. Das ist nicht gegeben. Und das von uns geforderte Gespräch mit dem Bürgermeister wurde kurzerhand mit dem Hinweis „das brauchen wir nicht“ abgewimmelt. „So kann es nicht weitergehen“, fasst die erboste Mutter die Meinung der Eltern zusammen.

Bürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ) sieht in dem Vorgehen ein reines Politikum: „Da geht es nicht um das Wohl der Kinder, sondern rein um Politik.“ Denn schließlich sei kein einziger Elternteil zu ihm gekommen und hätte sich wegen des Personals beschwert.

„Es stimmt schon, dass es personelle Veränderungen gegeben hat. Aber bis zum nächsten Kindergartenjahr werden sich die Wogen geglättet haben“, ist sich Heidenreich sicher. Da wird es nämlich eine fixe Pädagogin sowie eine 40 Stunden arbeitende Kindergartenleiterin geben.