Erstellt am 23. September 2015, 18:03

von APA/Red

KJÖ-Aktivisten besetzten leer stehende frühere PädAk. In Eisenstadt haben Aktivisten der Kommunistischen Jugend (KJÖ) einige Tage das leer stehende Gebäude der früheren Pädagogischen Akademie der Diözese Eisenstadt besetzt.

KJÖ-Bundesvorsitzender David Lang  |  NOEN, KJÖ
Man habe "auf die Notwendigkeit einer sozialen Nutzung der ehemaligen Pädagogischen Hochschule hinweisen" wollen, begründete die KJÖ Eisenstadt die Aktion via Facebook. Seitens der Diözese gab es heftige Kritik.

Die Diözese solle die einstige Pädagogische Akademie (PädAk) als Unterkunft für AsylbewerberInnen freigeben, forderte die KJÖ. Das Gebäude sei von Samstag bis Dienstag besetzt gewesen."In Anbetracht der Debatte um Unterkünfte für AsylwerberInnen, aber auch aufgrund steigender Mieten, sinkender Löhne und des fortschreitenden Sozialabbaus, ist es nötig auf Wohnungsleerstand wie diesen hinzuweisen", so Armin Jabbari, Pressesprecher der KJÖ Eisenstadt.

Der Pressesprecher der Diözese Eisenstadt, Dominik Orieschnig, sagte gegenüber dem ORF Burgenland, der schlechte Zustand des Hauses mache eine Unterbringung von Flüchtlingen leider unmöglich. Die Vorgangsweise der Hausbesetzer sei "inakzeptabel". Die Diözese stelle im Burgenland 700 Notschlafplätze und mehr als 200 Plätze in Dauerquartieren zur Verfügung. Er lade die Aktivisten ein, sich lieber aktiv in der Flüchtlingsbetreuung einzubringen, so Orieschnig.