Erstellt am 12. September 2013, 11:28

Klärschlamm liefert Strom: Abwasserverbände kooperieren. Ein Projekt zur Energiegewinnung aus Klärschlamm nimmt im Burgenland Gestalt an. Der Abwasserverband Eisenstadt und der Wasserverband Wulkatal errichten in Wulkaprodersdorf zwei 18 Meter hohe Faultürme.

Aus überschüssigem Klärschlamm, der bei der Abwasserbehandlung anfällt, soll Biogas gewonnen werden, das zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet wird.

Die erzeugte Energie von rund 1,4 Gigawattstunden (GWh) soll nach den Plänen der Projektpartner einen Großteil des Strombedarfs der Kläranlage Wulkaprodersdorf abdecken, teilten die Verbände mit.

26 Gemeinden gehören den beiden Verbänden an

In das Vorhaben werden rund 6,5 Mio. Euro investiert, Bund und Land stellen für die Anlage, für die gestern, Mittwoch, der Spatenstich stattfand, 28 Prozent Fördermittel zur Verfügung. Die beiden geplanten Faultürme sollen ein Fassungsvermögen von insgesamt 5.500 Kubikmetern erhalten.

Der Schlamm aus der Kläranlage in Eisenstadt wird mittels einer 4,5 Kilometer langen Druckleitung zu den Türmen befördert.

Den beiden Verbänden gehören 26 Gemeinden in den Bezirken Eisenstadt, Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg an. Die Abwasserbelastung, Gewerbe und Industrie eingerechnet, entspricht dem Vergleichswert von 100.000 Einwohnern.