Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Allzu feurige Volksvertreter. WERNER MÜLLNERüber Feuerwehr, Steuergeld und Gesprächskultur.KOMMENTARBeim Reden kommen die Leut‘ z‘samm. Dieses Sprichwort stimmt überall, nur nicht im Eisenstädter Gemeinderat. Für St. Georgen wurde ein neues Feuerwehrhaus beschlossen.

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Beim Reden kommen die Leut‘ z‘samm. Dieses Sprichwort stimmt überall, nur nicht im Eisenstädter Gemeinderat. Für St. Georgen wurde ein neues Feuerwehrhaus beschlossen. Rund 250.000 Euro wird der Steuerzahler dafür zahlen. Dies ist eine sinnvolle Investition, denn jede Feuerwehr braucht gute Rahmenbedingungen, um gut agieren zu können. Und was sie Sinnvolles macht, muss nicht erklärt werden.

Gemeinderat Günter Billes (FPÖ) wagte es dennoch, im Gemeinderat zu fragen, ob das Feuerwehrhaus wirklich so groß sein müsse, schließlich gehe es um Steuergeld. Er argumentierte, dass das Feuerwehrhaus sicherlich gebaut werden müsse, fragte aber, ob es wirklich zwei Räume für eine Jungfeuerwehr, die es (noch) nicht gibt, geben müsse, und obendrein einen Besprechungsraum …

Mehr wollte und konnte er nicht mehr sagen. Zwischenrufe wie „Gut zu wissen, dass du gegen die Feuerwehr bist“ unterbrachen ihn. Es ist ja wirklich eine Frechheit, wenn ein gewählter Volksvertreter, der noch dazu als Freiwilliger die Jugendfeuerwehr in Kleinhöflein leitet, darüber nachdenkt, ob Steuergeld sinnvoll ausgegeben wird.

w.muellner@bvz.at