Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Aufgetankt im Wahlkampf. WERNER MÜLLNER über die Pendler-Tankstelle

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Vorab: Um bei der Landestankstelle – die erfunden wurde, um die Pendler finanziell zu entlasten – tanken zu dürfen, genügt es, wenn die Autofahrer zur Landestankstelle pendeln. Sofern sie kein Fuhrunternehmer oder ein Landwirt sind, können sie so pro Liter Diesel sechs Cent sparen. Diese Tankstelle möchte in der Eisenstädter Industriestraße wieder eröffnen. Land und Gemeinde tragen diesbezüglich zwar noch ein Scheingefecht um Formalitäten aus, aber über kurz oder lang wird die Tankstelle wieder offen haben. Würden heuer nicht die Gemeinderatswahlen stattfinden, wären die Formulare längst abgestempelt und die „Pendler“ würden in der Industriestraße Schlange stehen.

Was aber nichts daran ändert, die Sinnhaftigkeit der Landestankstellen zu hinterfragen. Jedermann – egal, ob Steirer, Ungar, Wiener oder Burgenländer – kann an der Tankstelle (durch Landesförderung) billiger tanken. Und wer wiederum zahlt die Förderungen? Wir Steuerzahler im Burgenland.

Der Sinn der Tankstelle liegt also maximal darin, dass ein kleiner Teil centweise seine Steuergelder in den Tank gefüllt bekommt.

w.muellner@bvz.at