Erstellt am 17. April 2013, 09:00

Bei Rot wird drübergefahren. WERNER MÜLLNER über neue Schranken.

Bei der Kreuzung der Autobahnauffahrt S31 und der B50 in Eisenstadt soll es keine Toten mehr geben. Ab Oktober wird diese Kreuzung mit einem Schranken – wie an jeder anderen stark befahrenen Eisenbahnkreuzung in Österreich – geschützt sein (Seite 14).

Dem ging ein jahrelanges Hin und Her, das leider übliche Hickhack der Politiker um Zuständigkeiten, voraus. Zuerst wurde der Boden bemalt, dann wurden rote Warnlichter in den Boden eingebaut, noch später kamen Videokameras dazu, um jene Wahnsinnigen zu filmen, die noch bei Rot über die Gleise hetzen. Dass die Sicherheitsmaßnahmen peu à peu über die Jahre erhöht wurden und nun – Gott sei Dank – mit einer Schrankenanlage finalisiert werden, zeigt, dass man sich nie wirklich sicher war, dass die Kreuzung sicher ist. Offen bleibt die Frage, warum diese Entscheidung so lange gedauert hat. Sollten Paragrafen im Weg gewesen sein, dann ist es die Aufgabe der Politik, diese juristischen Schranken aus dem Weg zu räumen – wo man doch seit Jahren weiß, dass nur ein realer Schranken wirklich hilft.