Erstellt am 04. März 2014, 16:10

von Werner Müllner

Biber landen nicht am Teller. WERNER MÜLLNER über Biber und andere Tiere.

Man schien ein empörtes Raunen zu hören, als die BVZ Mitte Jänner berichtete, dass die Biber, die die Leithaprodersdorfer ärgern, getötet werden dürfen. Verständlich – die Biber sind im Fernsehen süß anzusehen, wenn sie an Baumstämmen knabbern, diese so fällen und Dämme bauen.

Aber gerade diese Dämme bringen in Leithaprodersdorf die Bauern zur Rage. Durch die Bauten werden die Felder überflutet und unbebaubar. Wie auch immer – bis jetzt ist es nicht gelungen, auch nur einen einzigen Biber zu fangen. Immer, wenn bekannt wird, dass „besondere“ Tiere, in Leithaprodersdorf die Biber oder wie in einem deutschen Zoo eine Giraffe – getötet werden sollen, ist die Empörung groß.

Vergessen ist dabei, was tagtäglich auf unseren Tellern landet. Schweine, Rinder und Geflügel aus riesigen Zuchtbetrieben. Fleisch von Tieren, die nie Tageslicht gesehen haben und nur geboren und gemästet wurden, um geschlachtet zu werden. So gesehen hat es „unser“ Biber noch gut. Er darf Dämme bauen, so lange er will — er darf sich nur nicht erwischen lassen.