Erstellt am 03. September 2014, 06:42

von Bettina Eder

Da hört sich der Spaß aber auf. Bettina Eder über die Absage der JVP-Party. Vereinsfeste, die aus Angst vor behördlicher Strafe abgeblasen werden. Das Thema wird heiß auf den Stammtischen diskutiert. Die JVP Eisenstadt ist mit ihrer „Nightpool Party“ das erste,

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Vereinsfeste, die aus Angst vor behördlicher Strafe abgeblasen werden. Das Thema wird heiß auf den Stammtischen diskutiert. Die JVP Eisenstadt ist mit ihrer „Nightpool Party“ das erste, aber vermutlich nicht das letzte Opfer der Aktion scharf des Gastro-Bündnisses BDGA (siehe Artikel rechts).

Angeprangert wird die fehlende Gemeinnützigkeit, die aber Voraussetzung für eine Genehmigung ist. Und genau da liegt die Krux. Dass die meisten Vereine – egal ob JVP, SJ, Kinderfreunde, Verschönerungsverein, Tourismusverein etc. – wertvoll für das Gemeindeleben sind, ist unumstritten, aber sind sie gemeinnützig? Nein, sagen jedenfalls die Finanz und das Vereinsgesetz.

Bisher wurde aber in den Behörden, die die Veranstaltungen genehmigen, nicht ganz so genau hingesehen, wie es die Gastronomie und die Finanz es gerne hätten. Getreu dem Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter“. Jetzt gibt es einen. Kein Wenn und Aber darf es – im Gegensatz zu „sinnvollen“ Organisationen – bei Pseudo-Vereinen, wo mit Festl-Einnahmen der Urlaub finanziert wird. Bei solchen wundert’s nicht, wenn die Gastronomie auf die Barrikaden steigt.