Erstellt am 11. Dezember 2013, 08:00

von Michael Pinter

Das Ende eines tapferen Kriegers. Michael Pinter über das tiefe Loch, in dem der SC Zagersdorf gefangen ist.

Am letzten Spieltag der abgelaufenen Hinrunde in der 2. Klasse Nord feierte der SC Zagersdorf den ersten Saisonsieg und gab damit die rote Laterne an Oslip ab – entsprechend groß war die Freude. Trotz dieses dringend benötigten Erfolgserlebnisses muss man die Situation der Kleinschweizer nüchtern betrachten, zwangsläufiger Schluss: In Zagersdorf ist der Wurm drin.

Viele Spieler erscheinen zu Trainings und Spielen je nach Belieben, Coach Rupert Mattes klagte über eine miserable Trainingsbeteiligung und vermisste am Ende gar den Spaß an der Sache. Er forderte gravierende Änderungen in der Winterpause – und sorgte gleich einmal selbst für die erste: Am vergangenen Sonntag gab er auf. Ein einsamer Krieger, der den Spaß am Kämpfen verloren hat

Er legt die nahe Zukunft des Vereins ganz in die Hände der tapferen Funktionäre, die es wahrlich nicht leicht haben. Die geforderten Änderungen sind nämlich gar nicht so leicht umzusetzen. Sportlich attraktiv ist der SCZ für neue Spieler nicht wirklich.

Also holt man Legionäre oder Auswärtige, deren Absicht, einfach Fußball spielen zu wollen oder nur zum Abkassieren gekommen zu sein, zu hinterfragen ist. Läuft es dann in der Meisterschaft auch nicht rosig, verlieren die neuen Hoffnungsträger schnell die Lust. So läuft es in Zagersdorf bereits seit Längerem, einige Wenige stemmen sich gegen diesen Teufelskreis. Es bleibt ihnen zu wünschen, bald Erfolg zu haben.