Erstellt am 16. Mai 2012, 00:00

Das geht auf keine Kuhhaut. WERNER MÜLLNER über Ivan, den flüchtigen Stier

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Wenn Ivan, der entlaufene Stier aus Wulkaprodersdorf, wüsste, welche Zukunft ihn erwartet – er würde seine kleinen Stierhörndln aus Dankbarkeit senken, mit seinem neuen Harem in den Anhänger steigen und sich in sein Luxus-Ausgedinge nach Salzburg bringen lassen. Kein Scherz – um Ivan habhaft zu werden, wurde die Mitarbeiter des Promi-Tierdomizils Aiderbichl um Hilfe gebeten (Seite 20). Diese nahmen sich der Sache an, kauften dem Bauern den Stier ab, obendrein zwei Kühe, um Ivan an die Futterstelle zu locken und ihn dann dort zu betäuben.

Tagtäglich werden zig Rinder aus dem Burgenland geschlachtet, damit wir sie essen können. Eines davon hat sich verdrückt und macht sich ein schönes Leben im Trausdorfer Wald. Landesjägermeister Peter Prieler meinte kürzlich gegenüber der BVZ, dass es egal sei, ob der Stier im Wald ist oder nicht:„Er bringt keine Unruhe in den Wald.“ Wie auch immer – schön, dass sich die Salzburger um das ausgerissenen Wulkaprodersdorfer Rindviech kümmern und daraus eine Geschichte mit Happy End machen. Somit hat unsere Behörde wieder Zeit, sich um andere wichtige Dinge zu kümmern.

w.muellner@bvz.at