Erstellt am 08. Juni 2016, 04:15

von Martin Plattensteiner

Das Produkt aus vielen Fehlern. Martin Plattensteiner über den Abstieg des ASV Steinbrunn.

Der Steinbrunner Abstieg aus der 2. Liga Nord ist weder an einem Spieltag, noch in einer Hin- oder Rückrunde geschehen, sondern das Produkt aus zahlreichen Missverständnissen, welche sich über Jahre hinweg im Schmuckkasterl-Stadion eingenistet haben.

Erstens wurde über viele Jahre hinweg die Nachwuchsarbeit total verschlampt. U8-Turniere wurden abgesagt oder vergessen, Spielgemeinschaften mit anderen Klubs funktionierten holpriger als die Zufahrtsstraße zum unteren Sportplatz-Parkplatz. Aktuell gibt es drei Jugendteams, wovon die U16-Spielgemeinschaft ihre Truppe vor dem ersten Frühjahrsspiel aus dem Bewerb gezogen hat.

Zweitens war Kontinuität ein Fremdwort. Halbjährlich wurden Spieler und Trainer ausgetauscht. Angeheuert wurden oft Kicker, die zuerst die Hand aufhalten, um Scheine zu zählen, anstatt ihre Packler zu schnüren. Der Trainingseifer sank, oft gab es zwischen den wenigen Einheimischen und den „Fremden“ eine große Kluft. Auch die Funktionärskrise hat sich durchgesetzt. Selten wollte jemand Verantwortung übernehmen, Sponsoren aufstellen oder mitarbeiten.

Der bittere Weg in die 1. Klasse Nord ist so gesehen trotzdem die Chance der Gesundung – sowohl sportlich, als auch finanziell.