Erstellt am 24. August 2011, 00:00

Den Wählern Luxus gönnen. BETTINA EDERüber die Zukunft des Eisenstädter Hallenbades.Darüber sind sich alle einig: Die Erhaltung eines Hallenbades ist ein Luxus – den man sich leisten will oder eben nicht. Auch wenn’s nur 40.

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Darüber sind sich alle einig: Die Erhaltung eines Hallenbades ist ein Luxus, den man sich leisten will oder eben nicht. Auch wenn's nur 40. 000 Euro jährlich mehr sind als jetzt, insgesamt dann rund 500.000 Euro im Jahr sind auch in Eisenstadt viel Geld – vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass neben den Schwimmvereinen vor allem Auswärtige und Schulklassen das Angebot nutzen. Ein Jahr vor der Gemeinderatswahl wollen scheinbar aber alle Parteien sich und ihren Wählern diesen Luxus gönnen. Einer polemischen Wahlkampf-Diskussion geht jede Partei zu diesem Zeitpunkt aus dem Weg. Einer sachlichen Diskussion muss man sich aber dennoch bald stellen, denn die Entscheidung ist nur vertagt. In spätestens in 15 Jahren ist Schluss, dann kommt man nicht mehr so „billig“ davon. Bis dahin rinnt zwar noch viel Wasser ins Hallenbad, dennoch: Die Entscheidung darüber, ob man sich das Hallenbad leisten kann und vor allem ob man sich eine Landeshauptstadt ohne Hallenbad leisten kann, muss die Politik dann schon längst getroffen haben. Drauf setzen, sollte man nicht, denn viele Politiker planen nur mehr bis zum nächsten Wahltag.

b.eder@bvz.at