Erstellt am 01. Juni 2011, 07:23

Der Skandal um die Mühle. WERNER

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Damals, als Barbara Stöckl und Helmut Frodl in den Achtzigerjahren eine Ausgabe des Jugendmagazins Okay in der Cselley Mühle drehten, dachte niemand, dass es mal einen Skandal geben wird. Die Cselley Mühle konnte nichts für den Skandal, Frodl ermordete im Jahr 1992 einen Konkurrenten. Die Cselley Mühle selbst hat sich tapfer und skandalfrei durch ihre ersten 35 Jahre gewurschtelt (Seite 7) – und dennoch gibt‘s einen Skandal…

Die Cselley Mühle ist die Brutstätte für künstlerischen Nachwuchs im Burgenland, Topkünstler aller Metiers gehen aus und ein. Über Jahrzehnte ging das problemlos, bis die Mühle vor wenigen Jahren einen Nachbarn bekam. Dieser deckt die Betreiber mit Beschwerden und Anzeigen, also mit allen erdenklichen Unannehmlichkeiten, ein: Es sei zu laut. Ebenso lange sprechen die Mühlen-Betreiber bei der BH, beim Land und weiß sonst noch wo vor, um Hilfe im Lärmstreit zu bekommen.

Der eigentliche Skandal ist, dass bei der Feier alle da waren, ermutigend auf die Schulter klopften, wie toll denn die Mühle seit Jahrzehnten sei. Aber Hilfe im Nachbarschaftsstreit hatte keiner als Geschenk verpackt.

w.muellner@bvz.at