Erstellt am 29. Januar 2014, 07:30

von Werner Müllner

Deutsch, damit man’s versteht. Werner Müllner über ein Politplakat in einer Schule.

 In einer Eisenstädter Schule fand sich dieser Tage ein Plakat mit der Aufschrift "Deutsch als Pausensprache" auf der Anschlagtafel. Aufgehängt wurde es von einem jungen Mann, der „seiner“ Partei wohl einen Gefallen tun wollte.

Urheber dieses Plakats ist der Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ). Konstantin Langhans, stellvertretende Landessprecher des RFJ, distanziert sich gegenüber der BVZ davon, dass in Schulen politisch geworben wird, jedoch nicht vom Inhalt des Plakates.

Was wäre, wenn Schüler solche Streber wären und in der Pause nur mehr Latein, Englisch oder Französisch reden würden? Was wäre, wenn den Burgenland-Kroaten ihre Sprache verboten werden würde? Und was wäre los, wenn die Gastronomie nur mehr Personal einstellen würde, das perfekt Deutsch spricht?

In wenigen Monaten wird das neue Europäische Parlament gewählt. In Meinungsumfragen wird der FPÖ ein tolles Wahlergebnis für diese Wahl vorausgesagt. Wenn man Europa und seine Vielfalt liebt und schätzt, wäre das Kreuzerl bei der FPÖ auf gut Deutsch gesagt eine Fehlentscheidung.