Erstellt am 02. September 2015, 06:42

von Werner Müllner

Ein Flüchtling im Rathaus. Werner Müllner über Integration und Vorbilder.

Trauriger hätte jener Tag kaum sein können, als in Eisenstadt Istvan Deli als Integrationsbeauftragter vorgestellt wurde. In Parndorf wurde ein LKW mit 71 toten Flüchtlingen gefunden.

Dem 27-jährigen Familienvater entschwindet sein bekanntes Lächeln, wenn man ihn auf das Drama anspricht, bei dem auch Kinder ums Leben kamen: „Ich kann mich zwar nicht mehr an unsere Flucht aus dem ehemaligen Jugoslawien erinnern, aber es macht mich unendlich traurig, von den Schicksalen der Flüchtlinge zu hören.“



Deli wird sich nicht nur um Kriegsflüchtlinge kümmern, sondern auch um andere „Fremde“ in der Stadt. Um Menschen, die aus anderen Ortschaften Österreichs, aus anderen Ländern der EU zugezogen sind. Die Menschen sollen in die Geschehnisse der Stadt integriert und nicht auch noch nach 15 Jahren als Zugezogene tituliert werden

Deli ist ein Paradebeispiel an gelungener Integration: Tolle Ausbildung, in Vereinen engagiert… Wenn er all dies den „Fremden“ vermitteln kann, dann geht Eisenstadt in Sachen Fremdenproblematik in eine positive, glückliche Zukunft.