Erstellt am 22. Dezember 2010, 07:21

Ein Geschenk für die Stadt. BETTINA EDERüber offeneRechnungen im Rathaus.KOMMENTARStellen Sie sich einen Betrieb vor, der im Dezember 2009 auf eine offene Forderung draufkommt, im Jänner dazu eine Rechnung schreibt und bis Ende 2010 noch

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nicht geklärt hat, wie viel oder ob überhaupt etwas davon wirklich aufs Konto kommt. Es gab weder eine Reaktion des Schuldners noch ein Nachhaken des Rechnungsstellers. In der Privatwirtschaft kann sich das keiner leisten, in der Stadtgemeinde, die auf eine Förderung des Landes wartet und damit auch rechnet, kostet das nur dem Wähler etwas.

Zugegeben, der Betrag, den sich die Stadt vom Land erhofft, wird nicht das Ende der Finanzkrise in der Stadtkasse einläuten. Dennoch ist der Betrag schmerzhaft, vor allem wenn man ihn wieder einsparen muss, denn gerechnet wurde ja schon 2010 und jetzt auch 2011 mit ihm. Die Politik wird sich dann mit ihrem Rotstift auf die Kernkompetenzen der Stadt besinnen und einige Vorhaben oder Subventionen streichen müssen. Aber vielleicht ist gerade jetzt die richtige Zeit, sich zusammenzusetzen und über alle Parteigrenzen und die verschiedenen Ebenen hinweg gemeinsam für die Stadt und ihre Bürger das „versprochene“ Weihnachtsgeschenk im Landhaus zu organisieren.

b.eder@bvz.at