Erstellt am 17. September 2014, 07:03

von Werner Müllner

Ein Kapitel zugeschlagen. Werner Müllner über den Abschied von Melinda Esterházy.

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Am 27. August ist Fürstin Melinda Esterházy im 95. Lebensjahr im Kreis ihrer Familie entschlafen. Am vergangenen Freitag ging die Fürstin ihren letzten Weg. Schweigend standen hunderte Burgenländer Spalier für die Fürstin, als sie in einem gläsernen Wagen vom Dom, vorbei am Schloss Esterházy, zur letzten Ruhe in die Franziskanerkirche gebracht wurde.

Dem Sarg voran schritten Fahnenträger, Brauchtumsgruppen und Soldaten des österreichischen Bundesheeres. Als diese vor dem Schloss die Kaiserhymne spielten, war vielen bewusst, dass sie jetzt im Moment ein Stück österreichische Geschichte miterlebten. Dieses Stück Geschichte endete aber auch mit dem Tod der Fürstin.

Mit gesenkten Häuptern gingen im Trauerzug auch Persönlichkeiten, die seit Jahren wegen externer und interner Meinungsverschiedenheiten nur via Anwälte miteinander sprechen. Hoffentlich hatte der Friedensgruß im Dom nicht nur symbolische Bedeutung, und man gab sich beim Auseinandergehen mit einem „… reden wir mal darüber …“ die Hand und hat so ein neues Kapitel in Burgenlands Geschichte aufgeschlagen.