Erstellt am 08. Juli 2015, 06:51

von Philipp Frank

Ein Modell, das Schule macht?. Philipp Frank über eine mögliche Kooperation in der 2. Klasse Nord.

Die aktuelle Lage im burgenländischen Klub-Fußball sieht bekanntlich mancherorts gar nicht rosig aus – das Sterben der Vereine hat schon längst begonnen. Baumgarten, Antau und Schützen sind nur einige Beispiele, bei denen die Klubs den Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten konnten und zusperren mussten.

Bei 1. Klasse-Nord-Absteiger FC Sankt Andra will man nun das drohende Schicksal durch eine Kooperation mit den Nachbarn abwenden. Eine Art Spielgemeinschaft mit Wallern und Frauenkirchen soll den Spielbetrieb weiter aufrechterhalten.

Was im Nachwuchsbereich schon Usus ist, wird nun erstmals im Erwachsenfußball angewandt. Der Vorteil für die helfenden Klubs: Jene jungen Kicker, die bei ihren Teams noch kein Leiberl haben, sollen bei den Zeiselbären in der 2. Klasse zum Einsatz kommen.

Dazu muss aber noch ein maßgeschneidertes Konzept her, von dem alle drei Vereine profitieren können. Parallel dazu muss auch die Nachwuchsarbeit in Sankt Andrä weiter forciert werden. Vielleicht gibt es ja in naher Zukunft wieder einen starken Jahrgang, der dem Klub auch sportlich wieder auf eigene Beine verhilft.

Grundsätzlich ist der Plan jedenfalls zu begrüßen – und im Zweifel lieber so, als einen Verein komplett von der Landkarte verschwinden zu lassen.