Erstellt am 03. September 2014, 06:32

von Martin Plattensteiner

Eine mehr als dichte Geschichte. Martin Plattensteiner über die ersten vier Runden in der 2. Liga Nord.

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Dass es in dieser 2. Liga Nord-Saison keinen Sololauf á la Wimpassing (mit einem Wallern-Hinterher-Schnaufen) geben wird, war vor dem Start klar. Auch kristallisiert sich keine Truppe heraus, die besser im Schießbuden-Format den Wiener Prater aufsuchen sollte.

Kurzum, die Leistungsdichte ist so eng zusammengerückt, dass zum Beispiel mit Illmitz ein Überraschungsteam an der Spitze steht, der letztjährige Abstiegskandidat Mönchhof ganz vorne stand oder dass Trausdorf trotz zahlreicher Neuerwerbungen noch kein Spiel gewonnen hat.

Und das Schöne daran – in exakt einer Woche wird das Ganze wieder anders aussehen.

Auffällig ist, dass der Trend der Fußball-WM – nämlich viele Treffer zu erzielen – übernommen wurde. In vier Runden, sprich 28 Partien, zappelte das Leder schon 103 Mal im Netz. Kulant aufgerundet sieht der Fan pro Match vier Volltreffer. Das erste torlose Remis gab es erst zuletzt bei Leithaprodersdorf gegen Winden.

Auch wenn Fußballnörgler über die spartanischen Zauberkünste der Kicker jammern (klar, früher war immer alles besser) – auf den Sportplätzen ist was los. Das ungewollte Salz in der Suppe sind so manche Schiedsrichter, die mit Ampelkarten Poker spielen. Der Fan honoriert das auf jeden Fall. Beweis sind die Zuschauerzahlen.