Erstellt am 13. Juni 2012, 07:23

Eisenstadt: Wiege des Weins. WERNER MÜLLNER über die Chance Jahrhundertrebe

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Gut 500 Jahre war sie eine unbeachtete Staude am St. Georgener Hetscherlberg, bis im Jahr 2000 ein paar mitdenkende Burschen anhand einer Skizze auf einem Bierdeckel, die Urrebe des Grünen Veltliners wiederentdeckten.
Nachdem die Rebe über Jahre liebevoll aufgepäppelt wurde, ging man im Jahr 2009 mit dem Wissen an die Öffentlichkeit. Was musste das zarte Pflänzchen seitdem alles mitmachen? Vandalen oder ein übereifriger Flurreiniger schnitten das wertvolle Gewächs ratzeputz nieder, und die zuständigen Behörden verboten die Ausschilderung als Naturdenkmal…

Egal, vor kurzem wurden nun hunderte „Nachkommen“ dieses Jahrhundertstocks in St. Georgen ausgesetzt.
Groß sind die Hoffnungen, dass sich der ganz Aufwand um die Rebe bezahlt macht und der Wein – von dem es heuer den ersten geben soll – auch köstlich ist.
Wie auch immer – die Rebe ist eine große Chance, die Stadt, die Region, für Weininteressierte noch mehr ins Licht zu rücken.
Wenn schon nie zu beweisen sein wird, dass Eisenstadt der Ursprung des Weines ist, dann wenigstens des Grünen Veltliners.