Erstellt am 29. Oktober 2014, 08:16

von Werner Müllner

Eisenstädter Schlangengrube. Werner Müllner über den Umgang im Gemeinderat.

In der vergangenen Eisenstädter Gemeinderatssitzung wurden zwei neue Mitglieder angelobt. Aus diesem Grund hatten sich auch zwei, drei Besucher in die Sitzung „verirrt“. Einer der Besucher, ein Insider der burgenländischen Politszene, war überrascht.

Nein, nicht ob der tollen Projekte – die durchaus auch im Gemeinderat vorkommen –, sondern über die spätsommerliche, eisige Kälte, die im Gemeinderatssaal herrschte. Wegen des Ausscheidens von zwei Gemeinderatsmitgliedern mussten auch einige Funktionen neu besetzt werden. Und kaum einer der Posten konnte zugeteilt werden, ohne dass es Anfeindungen oder ein paar sarkastische Sätze gab. Und dabei ging es bunt durch alle vier Farben der Gemeindefraktionen.

„So hab ich das noch nicht gesehen“, meinte der Gast und wunderte sich über den Eisenstädter Stil. Es sollten mehr Besucher in die Gemeinderatssitzung kommen. Nicht nur wegen der zu beschließenden Projekte, sondern vor allem, um zu sehen, wie die Politiker zusammenarbeiten. Ein besseres Argument für Politikverdrossenheit findet man nirgends.