Erstellt am 24. Dezember 2014, 07:03

von Bettina Eder

Entbehrliche Aktionen. Bettina Eder über das Fest der Nächstenliebe.

Gerade Weihnachten nutzen viele Menschen dafür, auch anderen zu helfen – jenen, die Hilfe brauchen. Weihnachten ist ein Fest der Nächstenliebe, darauf weisen Hilfsorganisationen weltweit hin.

Es zählen aber nicht nur Geldsummen, sondern auch couragierte Taten, Respekt und Toleranz. Das sollte zwar keine saisonale Erscheinung sein, dennoch stößt es gerade in der Adventzeit noch saurer auf, wenn Fremdenfeindlichkeit und Hass aktionistisch in Szene gesetzt werden.

Kürzlich spazierte ein als Michael Häupl verkleideter Aktivist mit drei Damen in Burka durch den Eisenstädter Adventmarkt, plädierte für ein Koran-Verteilungsverbot und warf so ziemlich allen Parteien –  abgesehen von der FPÖ, deren Jugendorganisation die Aktion unterstützte – vor, „für eine Islamisierung unseres Abendlandes“ zu stehen.

Die Gruppe trete für sogenannte nationale und ureigene christliche Werte ein. Doch den Rechtsaktivisten seien die Worte von Bischof Ägidius Zsifkovics (

) ans Herz gelegt, der betonte, dass die Heilige Familie selbst eine Flüchtlingsfamilie war.