Erstellt am 21. März 2012, 00:00

Es gibt Wein, See und Marx. WERNER MÜLLNER über das Los des Mörbischer Bürgermeisters.

 |  NOEN
x  |  NOEN

Sichtlich erleichtert ob der Tatsache, dass die Bürgermeistersuche in Mörbisch abgeschlossen ist, trafen sich am Montagvormittag die Spitzen der Bezirks-SPÖ, um – wie ein Mandatar spaßhalber meinte – Zeuge davon zu werden, wie der letzte Schritt am langen Weg zum neuen Mörbischer Bürgermeister gegangen wird. Jürgen Marx (25) wurde von Bezirkshauptfrau Franziska Huber angelobt und ist nun tatsächlich Bürgermeister der bekanntesten Gemeinde des Burgenlandes (Seite 29). Der See, der Wein und Serafin haben die Gemeinde berühmt gemacht.

Redet man in Österreich über die Seegemeinde, wird sie in einem Atemzug mit Velden, Kitzbühel und Salzburg genannt. Wer die Region kennt, kennt Mörbisch anders. „Jürgen, du hast den See und du hast den Wein, du wirst schon einen Weg aus der jetzigen Sackgasse finden“, klopfte einer der Gratulanten Marx auf die Schultern. Dem engagierten jungen Mann ist alles Gute zu wünschen – und es ist zu hoffen, dass seine Ideen und Projekte schneller wachsen als die Schulden der Gemeinde. Mörbisch hat es sich auch in der Region verdient, dass wieder über See, Wein und Bühne geredet und nicht über geplatzte Rochaden gespottet wird.

w.muellner@bvz.at