Erstellt am 06. April 2016, 05:44

von Werner Müllner

Filmdrama im Gemeinderat. Werner Müllner über Träume von einem Kino.

Ein Punkt der Eisenstädter Stadtpolitik, der gar nicht auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stand, spielte zumindest eine große Nebenrolle. Seit einigen Tagen sammelt die Sozialistische Jugend Unterschriften für ein Kino in der Landeshauptstadt. Eine Idee, hinter der eine große Mehrheit der Eisenstädter steht.

Vizebürgermeister Günter Kovacs (SPÖ) wollte im Gemeinderat seine junge Truppe pushen und versuchte, die Resolution für ein Kino auf die Tagesordnung zu hieven. Mehrheit fand er keine. Und so traten Redner und Gegenredner beim Punkt „Allfälliges“ zum Thema „Kino“ ans Pult. Und in einem waren sich die Parteien einig: Alle hätten gerne ein Kino in Eisenstadt.

Nach den Ideen der SJ soll die Gemeinde das Projekt quasi komplett umsetzen, vonseiten der ÖVP sagt man möglichen Investoren die bestmögliche Unterstützung zu, sieht sich aber nicht als Kinobetreiber. Wie auch immer. So lange es kein Kino in Eisenstadt gibt, sollten die Eisenstädter auf jeden Fall als Zuhörer zu Gemeinderatssitzungen gehen, das ist immer ein Theater.

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