Erstellt am 05. Februar 2014, 08:45

von Werner Müllner

Geschichtlich fragwürdig. Werner Müllner über die Symbolik bei der Posten-Schließung.

Wenn man die Diskussionen der vergangenen Tage beobachtet, könnte man meinen, der eine oder andere Politiker freue sich über die Postenschließungen, um dem politischen Gegenüber eins auszuwischen. 

Wie auch immer. Außer der Symbolik ändert sich nichts bei der Polizei. Die Zeiten, in denen jeder Ort einen immer besetzten Posten hatte, sind lange vorbei. Diesmal übersiedeln ein paar Polizisten in den Nachbarort, weniger werden sie nicht.

In den meisten der Fälle wird es egal sein, ob die Polizei vom Ort A oder B anrückt. Oder ob einem die Gegensprechanlage in Mörbisch oder dann in Rust erklärt, dass der Posten zurzeit nicht besetzt ist und man nach Eisenstadt weitergeleitet wird.

Aber in einem Punkt hat SPÖ-Bezirksobmann Gerhard Steier recht: „Es ist eine ganz komische Linie, die bei den Schließungen gefahren wird.“ Er deutete dabei auf die Landkarte mit den „Grenz-Posten“ in Mörbisch und Klingenbach. Wenn man auf „gefühlte Sicherheit“ pocht und dann justament die Grenz-Posten schließt, dann ist das wirklich eine komische Linie.