Erstellt am 15. Juni 2016, 03:20

von Martin Plattensteiner

Golser Wunder in der Rückrunde. Martin Plattensteiner über den Ligaerhalt des SV Gols in der 2. Liga Nord.

Totgesagte leben länger – der SV Gols, im Herbst mit nur drei Pünktchen abgeschlagener Inhaber der Roten Laterne – steigt doch nicht ab. Das viel zitierte „Wunder von Gols“ ist also doch eingetreten, obwohl viele schon lange gar nicht mehr daran geglaubt hatten. Aber sechs Siege in Serie in den letzten sechs Runden waren die Grundlage dafür, dass man noch „drinnen geblieben“ ist.

Einer der Architekten des Erfolges ist Trainer Thomas Schneider. Der Illmitzer wurde vor drei Jahren von seinem Stammklub bitter enttäuscht – und entlassen. So mancher Kollege bezeichnete ihn als „guten Jugendbetreuer“, nicht mehr und nicht weniger. Als er das Himmelfahrtskommando in Gols übernahm, wurde er einerseits belächelt, andererseits bemitleidet.

Nun steht er als Held da und hat Unglaubliches geschafft. 27 Punkte in der Rückrunde – keine Mannschaft schaffte im Frühjahr mehr. Zudem gehört ein dickes Lob auch dem Vorstand rund um Obmann Günther Gmall. Dieser ließ sich im Winter überzeugen, dass in die Truppe investiert werden muss. Und dass man den Trainer in Ruhe arbeiten lassen soll. Gesagt getan – selbst nach den ersten Rückschlägen vertraute man weiterhin auf die akribische Arbeit des Trainers. Und siehe da: Operation gelungen, Patient lebt.