Erstellt am 17. Juli 2013, 00:00

Gut, wenn Geld baden geht. WERNER MÜLLNER über den 60. Geburtstag des Freibades Das Freibad der Landeshauptstadt Eisenstadt feiert dieser Tage seinen Sechziger. Eine alte Dame, könnte man denken. Ganz im Gegenteil.

Das Freibad der Landeshauptstadt Eisenstadt feiert dieser Tage seinen Sechziger. Eine alte Dame, könnte man denken. Ganz im Gegenteil. Es ist ein kleines aber feines Freibad, das Bad wirkt jung, gleichzeitig ein wenig idyllisch, weil es inmitten der Föhren des Schlossparks liegt.

Weniger idyllisch sieht die Lage der Gemeindekassier der Stadtgemeinde. Jahr für Jahr schwappt ein fettes Minus, verursacht durch Betriebskosten, Personal, Instandhaltung und so weiter, in die Gemeindekasse – ein Kostenfaktor, den sich viele Gemeinden nicht mehr leisten wollen. Schaut man etwa über die Landesgrenze nach Wiener Neustadt, dann sieht man, dass dort bereits zwei von drei öffentlichen Bädern aus Kostengründen geschlossen wurden. Eisenstadt will sich das Freibad im Schlosspark und auch das Hallenbad weiterhin leisten. Wenn man bedenkt, wo und wie oft im öffentlichen Bereich Steuergeld vermeintlich vergeudet wird, dann ist diese Form des Minusmachens für die Eisenstädter noch die erfrischendste und angenehmste Form des Ausgebens von Steuergeld.