Erstellt am 20. April 2016, 06:44

von Werner Müllner

Handschlag statt Faustschlag. Werner Müllner über Raufereien am Fußballfeld.

Rund um einen Kinderlauf machten Eltern Schlagzeilen, die ihre gerade mal auf den Beinen stehenden Kinder plärrend über die Ziellinie schleiften. Keine Kleinkinder aber Teenager vergossen dieser Tage Tränen am Fußballplatz. Die einen aus Zorn, die anderen aus Schmerz.

Bei einem U16-Match Mattersburg gegen Leithaprodersdorf gingen bei einem Kicker die Nerven durch und ein Leithaprodersdorfer Spieler kassierte Schläge ins Gesicht. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen. Über die sportlichen Strafen tagen die Gremien, über das juristische Nachspiel entscheidet das Gericht. Das Wort „Spiel“ hat bei solchen Szenen jegliche Berechtigung verloren.

Aus welcher Motivation sind Jugendliche bereit, eine Gerichtsstrafe zu riskieren, nur um ein Fußballmatch zu gewinnen? Nicht immer gibt’s Watschen, aber übermotivierte Eltern und Jugendliche im Hormonrausch kann man jede Woche am Fußballplatz sehen. Hier liegt es an Eltern und Trainern, die Kinder so zu führen, dass sich die Kinder mit einem Handschlag und nicht mit einem Faustschlag verabschieden.

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