Erstellt am 20. Mai 2015, 07:47

von Martin Plattensteiner

Hausgemachte Probleme. Martin Plattensteiner über den drohenden Abstieg des ASV Neufeld.

In Neufeld sind düstere Wolken aufgezogen. Der Abstieg droht – wenn auch in den kommenden vier Runden ein Wunder möglich ist. Dabei war die Situation abzusehen.

In der Winterübertrittsphase war der sportliche Aderlass zu groß. Viel zu spät kam die Trainerbestellung, viel zu knapp vor dem Ende der Transferzeit wurde Neo-Coach Andi Ponweiser (der den Verein wenigsten als Tormanntrainer ziemlich in- und auswendig kennt) beauftragt, seine Kontakte spielen zu lassen, um Verstärkungen heranzukarren.

Geholt wurde weder was Namen noch Rang hat(te). Fitness-Guru Eitel Reins – einst eine Konstante unter Trainer Franz Weiß, der zweimal mit den ASVlern aufstieg – sollte die zusammengewürfelte Truppe auf Vordermann bringen. Als verlängerter Arm am Feld sollte Oldie Michael Plott als Spielertrainer fungieren.

Doch kein Rad griff ins andere – so gut sich das Obfrau Brigitta Erlinger und ihr junges Funktionärsteam auch ausgedacht hatten. Die Söldnertruppe bekam kaum Sold, da in der Rückrunde gerade einmal ein Sieg zu Buche steht. Zahlreiche Kicker stellten ihre persönlichen Eitelkeiten in den Vordergrund, anstatt zu kämpfen. Und in der Vorwoche waren gerade einmal vier Spieler am Training. Ein Team, das zusammenrückt, sieht anders aus – ein Team, das absteigt, sieht nämlich so aus.